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Geförderte Gründungen von DropShipping Unternehmen: Teil 1

Gründungszuschuss: Voraussetzung, Höhe und Dauer

 

Voraussetzung, Höhe und Dauer

Wer sich mit dem Gedanken trägt, eine selbständige Tätigkeit aufzunehmen, der hat sicher bereits über den Handel mit Produkten im Internet nachgedacht. Der E-Commerce ist in Deutschland eine der wenigen Branchen mit ausgesprochen positiven Bestandszahlen und Prognosen. Auch in wirtschaftlich eher schwachen Zeiten kann er mit stabilen Umsätzen und attraktiven Gewinnen überzeugen. Der Unternehmer unterliegt speziellen Bestimmungen im Hinblick auf seine Qualifikation und muss seine Kenntnisse und Fähigkeiten zur Ausübung der selbständigen Tätigkeit darlegen oder ggf. an einer Eignungsfeststellung teilnehmen. Der Aufwand der Gründung selber ist vergleichsweise überschaubar. Weder bedingt der Online-Handel hochwertige und kostspielige Maschinen noch besonders qualifiziertes Personal. Hinzu kommt, dass viele Online-Händler ihre Tätigkeit in der Startphase von Haus oder Wohnung aus aufnehmen und so die hohen Mietkosten für gewerbliche Räume sparen.

 

Optimale Startvoraussetzungen für Einsteiger im Online-Handel

Entscheidet sich ein angehender Online-Händler zudem für die Gründung eines DropShipping Unternehmens, so reduziert sich der Aufwand noch einmal erheblich. Produkte müssen nicht im Vorfeld angeschafft und gelagert werden und das Warenrisiko entfällt ebenso wie der hohe Aufwand der Versandlogistik. So gelingt die Gründung vergleichsweise reibungslos, während sich der Erfolg in Form der ersten Verkäufe innerhalb von kürzester Zeit einstellt. Allerdings sollten sich Einsteiger und Gründer darüber im Klaren sein, dass auch der stark reduzierte Aufwand einer DropShipping Gründung finanziert werden muss. Hierbei geht es weniger um Anschaffungen als um die Lebenshaltungskosten des Unternehmers während der ersten Monate seiner Selbständigkeit. Zu diesem Zeitpunkt laufen zwar die ersten Umsätze bereits an. Dass diese allerdings von Beginn an ausreichen um den bisherigen Lebensstandard des Gründers und seiner Familie zu erhalten, muss als besonderer Glücksfall gesehen werden. Wer also den Schritt in die Selbständigkeit wagt, der muss ein schlüssiges Konzept über die erforderliche Finanzierung haben, um nicht innerhalb der ersten Wochen zu scheitern.

Die Gründung von Unternehmen und die unternehmerische Offensive von Bürgern liegt in hohem Maße im Interesse des Staates. Wachstum kann nur dann erreicht werden, wenn immer wieder neue Firmen mit ihren Angeboten und Produkten an den Markt drängen. Vor diesem Hintergrund unterhält der Staat zahlreiche Förderprogramme, die speziell auf die Bedürfnisse und Wünsche angehender Unternehmer abgestimmt sind. Eine besondere Rolle unter allen verfügbaren Programmen nimmt hierbei der Gründungszuschuss ein. Dieser steht speziell Menschen zur Verfügung, die aus der Arbeitslosigkeit heraus eine selbständige Existenz planen und realisieren wollen. Im Folgenden möchten wir unseren Lesern den Gründungszuschuss des Staates umfassend vorstellen und hierbei insbesondere aufzeigen, wie sich das Förderprogramm optimal mit der Gründung eines DropShipping Unternehmens verbinden lässt. Wir werden den Gründungszuschuss hierzu detailliert erklären und ausführen, welchen Personengruppen die Förderung zur Verfügung steht. Sie werden erfahren, welche finanziellen Mittel Ihnen in welchem Zeitraum zur Verfügung stehen und wie sich diese einsetzen lassen, um Ihr Gründungsvorhaben auf solide und tragfähige Füße zu stellen. Darüber hinaus erhalten Sie eine detaillierte Anleitung, die Ihnen in wenigen Schritten erklärt, wie der Gründungszuschuss beantragt wird. Dieser Leitfaden soll Gründungswillige in ihrem Vorhaben unterstützen und ihnen eine wertvolle Hilfe in der Planungs- und Startphase des eigenen Unternehmens geben.

 

Planungssicherheit inbegriffen: Der Gründungszuschuss vom Bund

Jedes neu gegründete Unternehmen, unabhängig davon, wie gut die jeweilige Geschäftsidee ist, benötigt eine gewisse Zeit, um planbare Umsätze und Gewinne abzuwerfen. Selbst wenn es einem frisch gebackenen Unternehmer gelungen ist, die Kosten der Betriebsführung zutreffend einzuschätzen und zu finanzieren, so bleibt doch die Frage offen, wie er während der Startphase seinen eigenen Lebensunterhalt und die Versorgungskosten seiner Familie sicher stellen kann. Bestand bis kurz vor der Gründung ein intaktes Arbeitsverhältnis, so hatte der Gründer unter Umständen die Möglichkeit für persönliche Rücklagen zu sorgen, auf die er während der Startphase zurückgreifen kann. Auch die Aufnahme einer Teilzeit-Selbständigkeit im ersten Schritt ist für diese Personengruppe denkbar und in vielen Fällen praktikabel. Was aber, wenn die Selbständigkeit einen Ausweg aus der Arbeitslosigkeit darstellt. Immer mehr Menschen bringen in dieser Situation das Engagement, den Mut und den Fleiß auf, ihr berufliches Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen. Selbst wenn es einem Arbeitslosengeld-I (ALG-I) Empfänger gelingt, die reinen Gründungskosten seines Unternehmens darzustellen, so bleibt dennoch das Problem bestehen, aus welchen Einnahmen der Lebensunterhalt finanziert werden soll, wenn das frisch gegründete Unternehmen noch nicht in der Lage ist, für diesen aufzukommen.

Mit dem staatlichen Förderprogramm Gründungszuschuss bietet der Bund dem betroffenen Personenkreis eine aktive Hilfe bei der Finanzierung der Startphase eines Unternehmens an. Die Förderung dient dem Firmengründer als Unterstützung in Sachen Lebensunterhalt und soll so die Gründungsvoraussetzungen in Deutschland erleichtern. Ein Blick in die Praxis zeigt allerdings, dass lediglich ein geringer Teil der Förderungsberechtigten auch tatsächlich Gebrauch von dem hilfreichen Angebot macht. Die Ursachen für die geringe Antragszahl sind vielschichtig. Viele junge Unternehmer wissen ganz einfach nicht, dass ihnen der Gründungszuschuss zur Verfügung steht. Andere wiederum scheuen den Gang zur Arbeitsagentur und die hiermit verbundenen Formalitäten und bürokratischen Hürden. Auch aus Scham wird auf die staatliche Unterstützung in vielen Fällen verzichtet. Im Jahre 2009 griffen beispielsweise lediglich 18 Prozent der Neugründungen in Deutschland auf staatliche Förderprogramme zurück. Führt man sich vor Augen, dass rund 25 Prozent der neu gegründeten Unternehmen die ersten drei Jahre am Markt nicht überstehen und berücksichtigt man zudem, dass der Grund für die frühzeitige Einstellung des Betriebs in den meisten Fällen in einer zu geringen Ausstattung mit finanziellen Mitteln besteht, so sollte man weder den Aufwand der Beantragung des Gründungszuschusses scheuen noch aus falscher Scham heraus auf diese wichtige Unterstützung verzichten. Im Folgenden werden wir Ihnen detailliert erklären, welche Bedingungen für die Beantragung des Gründungszuschusses gelten.

 

Aktuelle Bedingungen: Die Voraussetzungen für die Beantragung der staatlichen Unterstützung

Der Gründungszuschuss vom Bund wurde eingeführt, um arbeitslosen Menschen den Einstieg in die berufliche Selbständigkeit deutlich zu erleichtern. Monatliche Zahlungen an den Förderberechtigten sollen dabei helfen, die Kosten für den Lebensunterhalt und die Sozialbeiträge aufzubringen. Da viele Gründungsinteressierte ihr berufliches Vorhaben nicht realisieren, da sie Angst davor haben sich und ihre Familie während der Startphase nicht ausreichend versorgen zu können, bildet der Gründungszuschuss ein wichtiges und überaus wirksames Instrument zur Förderung der selbständigen Arbeit in Deutschland. Seinem Sinn entsprechend ist die Bewilligung des Gründungszuschusses auf Personen beschränkt, die zum Zeitpunkt der Beantragung einen Anspruch auf Arbeitslosengeld-I (ALG-I) hatten. Eine weitere Voraussetzung besteht darin, dass die Laufzeit des Restanspruchs auf ALG-I zum Zeitpunkt der Antragstellung noch mindestens 150 Tage betragen muss. Um zu erfahren, wann die Anspruchszeit endet, genügt ein Blick in den Bewilligungsbescheid der Arbeitsagentur. Hier ist genau aufgeführt, zu welchem Datum der Anspruch auf die entsprechenden Zahlungen endet. Wer sich als ALG-I Empfänger mit dem Gedanken trägt, ein eigenes Unternehmen zu gründen, der sollte in jedem Fall zunächst überprüfen, ob er den Anforderungen für die Beantragung des Gründungszuschusses entspricht. Liegt die Restzeit des Anspruchs gegenüber der Agentur für Arbeit bei weniger als bei 150 Tagen, so kann anstelle des Gründungszuschusses immer noch das so genannte Einstiegsgeld beantragt werden. Im Jahr 2009 haben knapp 140.000 Existenzgründer den Gründungszuschuss beantragt und erhalten. Dies sind 14,9 Prozent mehr als im Jahre 2008.

Neben Personen, die bereits arbeitslos sind und ALG-I beziehen können aber auch angehende Existenzgründer mit einem bestehenden Arbeitsverhältnis in den Genuss des staatlichen Zuschusses gelangen. Dies gilt immer dann, wenn der aktuelle Arbeitsplatz aktuell von Verlust bedroht ist. Wichtig ist, dass der Betroffene sich unmittelbar nach Kündigung oder Unterzeichnung eines Aufhebungsvertrags an seine zuständige Agentur für Arbeit wendet und dort Arbeitslosengeld-I beantragt. Um ALG-I beantragen zu können, muss der Beschäftigte während der vergangenen zwei Jahre mindestens für 12 Monate Beiträge in die Arbeitslosenversicherung geleistet haben. Berücksichtigt werden sollte in jedem Fall, dass die Frist zur Arbeitslosenmeldung bei der Agentur für Arbeit lediglich drei Tage beträgt. Wird die Frist überschritten, so kann die Behörde unter Umständen eine Sperrfrist verhängen. Wurde ein bestehendes Arbeitsverhältnis durch den Arbeitnehmer gekündigt und meldet sich dieser im Anschluss arbeitslos, so verhängt die Agentur für Arbeit eine Sperrzeit, bevor Zahlungen aus ALG-I erfolgen. Auch in diesem Fall ist es aber möglich, den Gründungszuschuss zu beantragen. Hierbei müssen allerdings zwei Dinge berücksichtigt werden: Zum einen verkürzt die Sperrzeit den Anspruch auf Arbeitslosengeld-I insgesamt. Eine beabsichtigte Gründung muss bei Betroffenen also unter Umständen früher erfolgen als bei jemandem, dem die volle Laufzeit von ALG-I zur Verfügung steht. Darüber hinaus müssen Gründer berücksichtigen, dass auch die Zahlungen aus dem Gründungszuschuss einer Sperrfrist unterliegen, wenn eine solche für das ALG-I verhängt wurde. Wer hier sorgfältig plant und bestehende Fristen nicht ungenutzt verstreichen lässt, der kann auch unter den geschilderten Umständen den Gründungszuschuss erfolgreich beantragen. Im nächsten Abschnitt stellen wir dar, über welchen Zeitraum und in welcher Höhe der Gründungszuschuss den Berechtigten zur Verfügung steht.

 

Der Gründungszuschuss in der Übersicht: Förderungszeiten und Unterstützungshöhe

Um den Schritt in die Selbständigkeit solide und realistisch zu planen, müssen angehende Unternehmer exakt darüber informiert sein, in welcher Höhe und für welchen Zeitraum Ihnen Zahlungen der Agentur für Arbeit zur Verfügung stehen. Im Rahmen des Gründungszuschusses wird zwischen zwei verschiedenen Phasen unterschieden. Die erste Phase der Förderung deckt einen Zeitraum von insgesamt sechs Monaten ab. Die zweite Phase kann direkt im Anschluss einsetzen und erstreckt sich über weitere neun Monate. Insgesamt kommt so eine Förderungszeit von 15 Monaten zustande. Der Berechtigte erhält während der ersten Phase eine Fortzahlung seiner bisherigen Bezüge aus dem ALG-I, ohne dass er der Agentur für Arbeit seine Arbeitskraft weiterhin zur Verfügung stellen muss. Der Bezug dieser Zahlungen ist unabhängig von eigenen Einkünften in der Startphase der Selbständigkeit. Selbst wenn es hier bereits zu Einkünften kommt, werden diese nicht auf das Arbeitslosengeld-I angerechnet. Darüber hinaus müssen die Zahlungen aus dem Gründungszuschuss nicht an den Bund zurück gezahlt werden. Über den eigentlichen Förderbetrag in Höhe des bisherigen ALG-I des Antragstellers steht ihm ein Zusatzbeitrag in Höhe weiterer 300 Euro zur Verfügung. Mit diesem Betrag soll der Existenzgründer in die Lage versetzt werden, selber für seine Sozialausgaben aufkommen zu können. Der Bezug dieser Sozialpauschale in Höhe von 300 Euro kann bei dem jeweiligen Fallmanager oder Sachbearbeiter auch für die zweite Phase des Gründungszuschusses beantragt werden. Insgesamt steht dem Antragsteller also für die ersten sechs Monate eine Fortzahlung seines bisherigen ALG-I und für die ersten 15 Monate eine Sozialpauschale von Höhe von monatlich 300 Euro zur Verfügung.

Um die konkrete Höhe der Förderung im Rahmen des Gründungszuschusses besser einschätzen zu können, folgt an dieser Stelle ein Rechenbeispiel: Handelt es sich um einen verheirateten Existenzgründer mit einem Kind, dessen Einkommen vor dem Eintreten der Arbeitslosigkeit oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze lag, so kann er während der gesamten Förderdauer, also innerhalb von 15 Monaten, insgesamt Fördermittel in Höhe von 18.200 Euro erhalten. Wie bereits erwähnt erfolgt deren Auszahlung unabhängig von eigenen Einkünften im Rahmen der neuen Selbständigkeit und muss zudem nicht an den Bund zurück gezahlt werden. Für den Antragsteller führt diese Förderung dazu, dass er die Startphase seines eigenen Unternehmens frei von persönlichen finanziellen Problemen erleben kann. Für viele interessierte Personen bildet erst der Gründungszuschuss die Voraussetzung für den Aufbau einer selbständigen Existenz, die ihnen ohne die staatliche Unterstützung nicht möglich wäre.

 

Sicherheit in der Startphase: Die Sozialversicherungsbeiträge geförderter Gründer

Sobald man sich selbständig macht, ist man dazu verpflichtet, sich selber um die Aufrechterhaltung des Schutzes der Sozialversicherungen zu kümmern. Existenzgründer trifft es hierbei besonders hart, dass sie von nun ab sowohl für den Arbeitnehmer- als auch für den Arbeitgeberanteil ihrer Sozialkosten aufkommen müssen. Für Existenzgründer spielen vor allem die Krankenversicherung und die Pflegeversicherung eine wichtige Rolle. Beide sind gesetzlich vorgeschrieben und müssen zwingend abgeschlossen werden. Hierzu ist anzumerken, dass es auch ohne eine solche Verpflichtung mehr als leichtsinnig wäre, auf diesen Versicherungsschutz zu verzichten. Anders sieht es im Bereich der Rentenversicherung aus. Viele Selbständige empfinden es als entlastend, dass sie in ihrer neuen beruflichen Position nicht mehr dazu verpflichtet sind, in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen. Auch ohne eine solche Verpflichtung sollte die Beschäftigung mit einer angemessenen Vorsorge für das Alter allerdings nicht auf die lange Bank geschoben werden. Wer sich nicht rechtzeitig darum bemüht, eine private Alternative zur gesetzlichen Altersvorsorge aufzubauen, der wird sich im Ruhestand großen finanziellen Problemen ausgesetzt sehen und kann schnell in die Lage geraten, auf Unterstützung der sozialen Träger angewiesen zu sein.

Die Höhe der konkreten Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung ist vom Einkommen des Existenzgründers abhängig. Hierbei sollte berücksichtigt werden, dass auch die Sozialkostenpauschale in Höhe von 300 Euro zu den Einkünften gerechnet wird. Im Durchschnitt können Existenzgründer, die den Gründungszuschuss nutzen, von monatlichen Kosten in Höhe von rund 200 Euro ausgehen.

 

Im zweiten Teil unserer Serie erhalten Sie eine detailierte Schritt für Schritt-Anleitung für die Beantragung des Gründungszuschusses.

 

Über den Autor Sebastian Huke

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