Kunden-Login

Tipps

Geförderte Gründungen von DropShipping Unternehmen: Teil 2

 

Schritt für Schritt zum Gründungszuschuss

Viele Existenzgründer scheuen den bürokratischen Aufwand, der mit der Beantragung staatlicher Förderungen verbunden ist. Dabei erfolgt die Antragstellung des Gründungszuschusses auf vergleichsweise einfache Weise. Neben wenigen rein formalen Schritten geht es hierbei überwiegend um geforderte Maßnahmen, die auch unabhängig vom Antrag selber im Interesse des Existenzgründers liegen. Hierzu zählen insbesondere die intensive Beschäftigung mit dem Potenzial der eigenen Geschäftsidee, die Beurteilung des Gesamtkonzeptes durch eine fachkundige Stelle und die Teilnahme an Existenzgründungerseminaren. Wer diese Schritte nicht als lästige Verpflichtung, sondern eher als Chance zur Überprüfung und Optimierung seines selbständigen Vorhabens betrachtet, der kann hiervon in hohem Maße profitieren. Wer sich dagegen schämt, die Leistungen der Agentur für Arbeit in Anspruch zu nehmen, der sollte sich vor Augen führen, dass Staat und Gesellschaft dringend darauf angewiesen sind, dass eine gründungsfreundliche Atmosphäre gefördert wird. Nur die Initiative von gründungswilligen Bürgern sorgt für Wachstum und neue Arbeitsplätze. Wer sich nicht mit der Arbeitslosigkeit abfindet, sondern seine berufliche Zukunft stattdessen in die eigenen Hände nimmt, der verdient eine umfassende Unterstützung durch den Staat und sollte sich nicht schämen, diese auch in Anspruch zu nehmen. Im Folgenden erklären wir Ihnen Schritt für Schritt, welche Aufgaben im Rahmen der Beantragung des Gründungszuschusses zu absolvieren sind und wie sich diese erfolgreich bewältigen lassen.


Zwingende Voraussetzung: Der Antrag auf Arbeitslosengeld
Der Gründungszuschuss steht ausschließlich Personen zur Verfügung, die einen Anspruch auf Arbeitslosengeld-I haben, dessen Restlaufzeit noch mindestens 150 Tage beträgt. Besteht bereits Arbeitslosigkeit, so sollte anhand des Bewilligungsbescheides von der Agentur für Arbeit geprüft werden, ob die erforderliche Restlaufzeit noch besteht. Befindet sich der Antragsteller noch in einem Arbeitsverhältnis, das kurzfristig enden wird, so ist es wichtig, den Antrag auf Arbeitslosengeld-I rechtzeitig bei der zuständigen Agentur für Arbeit zu stellen. Wird hierbei eine Frist von drei Tagen überschritten, so kann der zuständige Fallmanager eine Sperrfrist verhängen, was es zu vermeiden gilt. Da die Höhe der Förderung im Rahmen des Gründungszuschusses von der Höhe des bisherigen ALG-I Bezuges abhängig ist, sollten Antragsteller darauf achten, dass die Bezüge durch die Agentur für Arbeit zum Zeitpunkt der Antragstellung nicht durch Nebeneinkünfte gemindert sind. Ansonsten besteht das Risiko, dass der geminderte Betrag die Grundlage für den Bezug des Gründungszuschusses bildet.


Der Start in eine geförderte Zukunft: Das Antragsformular zum Gründungszuschuss
Besteht Klarheit über die eigentliche Gründungsabsicht, so sollte bei der zuständigen Agentur für Arbeit das Antragsformular für den Gründungszuschuss abgeholt werden. Dieser Schritt zwingt den Antragsteller zwar nicht dazu, tatsächlich eine Unternehmensgründung vorzunehmen, signalisiert dem Fallmanager allerdings, dass eine entsprechende Absicht besteht. Dieser ist darüber informiert, dass der Antragsteller nun einige Aufgaben absolvieren muss, die mit zeitlichem Aufwand verbunden sind. Er wird insofern seine Bemühungen um eine aktive Vermittlung in den Arbeitsmarkt einstellen oder zumindest reduzieren. Von entscheidender Wichtigkeit für den Antragsteller ist es, dass er das Formular zur Beantragung des Gründungszuschusses bei der Agentur für Arbeit abholt, bevor er die eigentliche Gründung vornimmt. Wird vor der Übernahme des Formulars gegründet, so verfällt der Anspruch auf den Gründungszuschuss endgültig.


Fähigkeiten ausbauen und Kenntnisse erlangen: Das Existenzgründungsseminar
In ihrem neuen beruflichen Umfeld werden Sie mit vielen Aufgaben konfrontiert werden, die bislang nicht Bestandteil Ihres Arbeitsalltags waren. Während die reine Entwicklung einer Geschäftsidee auch ohne sonderliche Vorkenntnisse möglich war, so verlangen Ihnen die Erstellung eines Businessplans, die eigentliche Unternehmensgründung, die Finanzierung Ihrer künftigen Firma und die verantwortliche Leitung Ihres eigenen Unternehmens eine ganze Reihe Fähigkeiten und Kenntnissen ab. Einen tiefen Einblick in sämtliche Belange rund um die Gründung und den Aufbau einer selbständigen Existenz bilden Existenzgründungsseminare. Neben der Vermittlung und Vertiefung wichtigen Wissens haben Sie hier vor allem auch die Gelegenheit, andere Gründer kennenzulernen und sich mit ihnen über Ihr Vorhaben auszutauschen. Einige Agenturen für Arbeit fordern von Antragstellern für den Gründungszuschuss das Absolvieren eines entsprechenden Seminars. Auch wen dies in Ihrer Region nicht der Fall ist, sollten Sie über die freiwillige Teilnahme an einer entsprechenden Veranstaltung nachdenken.


Unabhängige Beratung und marktgerechte Optimierung: Die fachkundige Stelle
Da die Sachbearbeiter und Fallmanager der einzelnen Agenturen für Arbeit nicht in der Lage sind, Geschäftsideen aus den unterschiedlichsten Bereichen und Branchen selber auf ihre Durchführbarkeit und ihre Erfolgsaussichten hin zu überprüfen, wurde hier die Zusammenarbeit mit so genannten fachkundigen Stellen beschlossen. Hierbei handelt es sich beispielsweise um Industrie- und Handelskammern aber auch um Steuerberater oder andere zugelassene Berater in Sachen Existenzgründung. Für den Antrag auf den Gründungszuschuss benötigen Sie das positive Statement einer fachkundigen Stelle. Zur Vorbereitung dieser Stellungnahme ist ein Beratungsgespräch bei der jeweiligen Stelle erforderlich. Hier werden die Grundzüge der Geschäftsidee ausführlich besprochen und gemeinsam bewertet. Der Berater wird darauf eingehen, ob Nachbesserungsbedarf besteht und den Gründer mit Ratschlägen und Hinweise für die weitere Ausarbeitung des unternehmerischen Konzeptes versorgen. Betrachten Sie dieses Gespräch nicht als lästige Pflicht sondern als Chance, Ihr Geschäftsmodell zu einem frühen Zeitpunkt einem qualifizierten Fachmann vorstellen zu können.


Rechnen ist besser als schätzen: Der Businessplan
Der Antrag auf den Gründungszuschuss bedingt die Erstellung eines verbindlichen Businessplans. Hierunter versteht man ein Dokument, das die inhaltliche und wirtschaftliche Struktur eines zu gründenden Unternehmens umfassend darstellt. Der Businessplan dient dabei sowohl gegenüber der fachkundigen Stelle als auch gegenüber der Agentur für Arbeit als Nachweis über die Solidität und Marktgerechtigkeit Ihres Vorhabens. Der Businessplan gliedert sich in einen inhaltlichen und einen wirtschaftlichen Teil. Im ersten Teil erläutern Sie die eigentliche Geschäftsidee, stellen den Markt vor, in dem Sie aktiv werden wollen, erklären die Produkte oder Dienstleistungen, die angeboten werden sollen und verdeutlichen, warum Sie selber vom Erfolg Ihres Vorhabens überzeugt sind. Der wirtschaftliche Teil dagegen bildet die Finanzsituation des entstehenden Unternehmens ab und berücksichtigt hierzu sowohl die Gründungskosten als auch die Einnahmen und Ausgaben im späteren Tagesgeschäft. Der wirtschaftliche Part gibt Auskunft darüber, ob, in welcher Höhe und ab welchem Zeitpunkt Gewinne erzielt werden können. Wer sich mit der Erstellung eines Businessplans überfordert fühlt, der kann hier auf die Unterstützung erfahrener Fachleute zurückgreifen. Die Mitarbeiter der Agentur für Arbeit sind gute erste Ansprechpartner bei der Suche nach einem geeigneten Berater oder einem entsprechenden Seminar.


Der Businessplan in der kritische Überprüfung: Die fachkundige Stellungnahme
Sind Ihre Arbeiten an dem Businessplan abgeschlossen, so muss dieser der fachkundigen Stelle vorgelegt werden. Ihr dortiger Berater wird sich zunächst umfassend mit Ihrem Dokument beschäftigen und im Anschluss im Rahmen eines persönlichen Gesprächs Anpassungen und Verbesserungen vorschlagen, wenn diese erforderlich sind. Kommt die fachkundige Stelle zu einem positiven Urteil über das vorgelegte Geschäftskonzept, so wird sie eine fachkundige Stellungnahme erteilen. Dieses Dokument ist eine zwingende Voraussetzung für den Antrag auf den Gründungszuschuss. Betrachten Sie auch diesen Arbeitsschritt nicht als lästige Verpflichtung sondern sehen Sie hierin eine ausgezeichnete Chance, um sich abschließend mit ihrem geschäftlichen Konzept auseinander zu setzen. Gemeinsam mit dem Berater der fachkundigen Stelle können hier letzte Schwachstellen aufgedeckt und nachgebessert werden, bevor Sie mit der Umsetzung Ihres eigenen Unternehmens endgültig beginnen.


Ein letzter Schritt vor dem Start: Die Anmeldung der Selbständigkeit
Bevor es nun daran geht den Antrag auf Gründungszuschuss bei der zuständigen Agentur für Arbeit zu stellen, müssen Sie Ihr künftiges Unternehmen behördlich anmelden. Die Anmeldung erfolgt bei Ihrem zuständigen Gewerbeamt und ist innerhalb von wenigen Minuten zu erledigen. Nutzen Sie diesen Anlass, um abschließend zu überprüfen, ob Sie alle erforderlichen Schritte ordnungsgemäß absolviert haben. Sie sollten zu diesem Zeitpunkt arbeitslos gemeldet sein und für einen Restzeitraum von mindestens 150 Tagen über einen Anspruch auf ALG-I verfügen. Sie sollten den Antrag auf Gründungszuschuss rechtzeitig bei der Agentur für Arbeit abgeholt haben und Ihnen sollten ein Businessplan und ein positives Statement der fachkundigen Stelle vorliegen. Wenn ihre Agentur für Arbeit den Besuch eines Seminars für Existenzgründer vorgeschrieben hat, dann sollten Sie über eine entsprechende Bestätigung verfügen. Wenn nun alle Schritte absolviert sind und Ihnen alle Unterlagen vorliegen, dann kann die Anmeldung Ihres künftigen Unternehmens bei dem Gewerbeamt erfolgen.


Zum guten Schluss: Der Antrag auf Gründungszuschuss bei der Arbeitsagentur
Den Antrag auf Gründungszuschuss stellen Sie unmittelbar bei Ihrem Fallmanager der zuständigen Agentur für Arbeit. Legen Sie diesem Ihren Businessplan, die Stellungnahme der fachkundigen Stelle, den Nachweis über die Anmeldung Ihres Gewerbes und unter Umständen die Bestätigung der Teilnahme an einem Seminar für Existenzgründer vor. Füllen Sie im Vorfeld den Antrag vollständig aus und übergeben Sie alle Unterlagen dem Mitarbeiter bei der Agentur für Arbeit. Die Entscheidung über die Bewilligung des Gründungszuschusses ist Ermessenssache, auf die kein Rechtsanspruch besteht, und erfolgt in aller Regel kurzfristig. Sie werden hierbei zunächst den Bescheid über die Aufhebung Ihres Anspruchs auf ALG-I erhalten und in der Folge dann den Bewilligungsbescheid über den Bezug des Gründungszuschusses. Dieser gibt Auskunft über die konkrete Höhe und die exakte Dauer der Förderung.

 

DropShipping und Gründungszuschuss: Eine ideale Kombination

Wer sich mit dem Gedanken trägt, den Weg in eine berufliche Selbständigkeit im Bereich des Online-Handels anzutreten, der sollte sich darum bemühen, sämtliche Vorteilspotenziale auszuschöpfen, die ihm dabei helfen können, sein künftiges Unternehmen erfolgreich an den Markt zu bringen und dort in einer nachhaltig positiven Position zu halten. Angehende Unternehmer sehen sich dabei vor allem zwei verschiedenen Problemen ausgesetzt: Zum einen muss die Gründung selber finanziert werden. Im Online-Handel zählen hierzu insbesondere die Anschaffung von Warenbeständen sowie deren adäquate Lagerung. Zum anderen muss der Gründer sicher stellen können, dass er während der ersten Monate als selbständiger Unternehmer in der Lage ist, für den Lebensunterhalt von sich und seiner Familie aufkommen zu können. Gerade in der Startphase junger Unternehmen kommen auf den Inhaber viele Aufgaben zu, die nicht mit unmittelbaren Erträgen verbunden sind. Strukturen müssen errichtet und Kontakte geknüpft werden. Der Online-Shop muss konzipiert und erstellt, Arbeitsschritte müssen geplant und Werbe-oder Marketingaktivitäten müssen absolviert werden. All diese Arbeitsschritte sind nicht mit Einnahmen verbunden und stellen den Unternehmer insofern vor die Problematik, für seine regelmäßigen Kosten aufkommen zu müssen.

Um die konkreten Kosten der Gründung möglichst gering zuhalten bietet sich das Konzept des Handels per DropShipping besonders an. Da die angebotenen Waren bis zur endgültigen Bestellung durch den Verbraucher bei dem jeweiligen Lieferanten verbleiben, entfallen die hohen Kosten für die Produktbevorratung ebenso wie der Aufwand, der mit einer Lagerung der Waren verbunden ist. Da die Bestellungen auch unmittelbar durch den Lieferanten versendet werden, ist der Aufbau von Personal für die Versandlogistik nicht erforderlich. Die Gründungskosten beschränken sich insofern auf eine angemessene Ausstattung mit Computern, die Anschaffung oder die Anmietung geeigneter Software und die grundlegende Ausstattung in Sachen Arbeitsplatz und Büromaterial. Eine solche Gründung kann auch dann erfolgen, wenn die verfügbaren Finanzmittel vergleichsweise gering sind. Darüber hinaus können viele Gründer auf bereits Vorhandenes, wie etwa den privaten Computer oder das heimische Büro zurückgreifen, um die Kosten weiter zu reduzieren.

Um nun auch die Finanzierung der privaten Lebenshaltungskosten während der Startphase eines neuen Unternehmens zu sichern, bildet der Gründungszuschuss vom Staat eine ideale Lösung. Der Gründer kann sich während der ersten Monate seiner Selbständigkeit ganz auf den Aufbau seines Unternehmens konzentrieren, ohne von alltäglichen Sorgen um die finanzielle Situation abgelenkt zu werden. Während sich viele Menschen angesichts der Verantwortung für den Lebensunterhalt für die Familie nicht dazu entscheiden können, ihren Traum vom eigenen Unternehmen zu verwirklichen, sorgt der Gründungszuschuss dafür, dass die private Finanzierung für einen Zeitraum von bis zu 15 Monaten gesichert ist. Je nach vorherigem Einkommen und Familienstand stehen während dieser Zeit bis zu 18.200 Euro zur Verfügung. Die Förderung muss dabei weder versteuert noch zurück gezahlt werden. Sie bleibt auch dann bestehen, wenn im Rahmen der Selbständigkeit erste Einkünfte erzielt werden.

Die Kombination von DropShipping und Gründungszuschuss ermöglicht Menschen die Gründung eines eigenen Unternehmens, für die dieser Schritt aus finanziellen Gründen ansonsten nicht möglich wäre. 

 

Unser Praxistipp: Gut geplant ist halb gegründet

Bevor Sie sich konkret mit der Gründung eines eigenen Unternehmens im Bereich Online-Handel beschäftigen, sollten Sie darüber nachdenken, welche Erleichterungen und Fördermöglichkeiten Sie hierbei in Anspruch nehmen können. Innerhalb dieser Überlegungen sollten zunächst Konzepte im Vordergrund stehen, die dabei helfen, die Gründungskosten möglichst niedrig zu halten. Beschäftigen Sie sich hierzu umfassend mit dem Thema DropShipping und überprüfen Sie, ob sich das geplante Handelskonzept per Streckengeschäft darstellen lässt. Ist dies der Fall, so sparen Sie im Rahmen der Gründung erhebliche Beträge und reduzieren sowohl den Kapitalbedarf als auch das unternehmerische Risiko.

Überprüfen Sie im nächsten Schritt, ob Sie Anspruch auf eine staatliche Förderung während der ersten Monate Ihrer Selbständigkeit haben. Wenn dies der Fall ist, dann sollten Sie hiervon unter allen Umständen Gebrauch machen. Der bürokratische Aufwand steht in einem ausgewogenen Verhältnis zu dem hohen Nutzen. Darüber hinaus helfen Ihnen die obligatorischen Maßnahmen im Rahmen des Antragsverfahrens bei der kritischen Betrachtung und der Verbesserung Ihrer Geschäftsidee. Auch falsche Scham bei der Inanspruchnahme staatlicher Unterstützung ist hier nicht angemessen. Die Gründung neuer Unternehmen durch engagierte Bürger, die sich aus eigener Kraft aus der Arbeitslosigkeit in die Selbständigkeit entwickeln verdient die volle Anerkennung durch die Gesellschaft.

Versuchen Sie nach Möglichkeit das Konzept DropShipping und den Gründungszuschuss miteinander zu kombinieren und profitieren Sie so von niedrigen Gründungskosten und einer verlässlichen Finanzierung während der ersten Monate Ihrer beruflichen Selbständigkeit. 

 

Über den Autor Sebastian Huke

Gratis Ratgeber anfordern

gratis Ratgeber

Durch unseren kostenlosen Ratgeber erhalten Sie eine praxisnahe Anleitung zur eigenen Nutzung von DropShipping. Wir erklären Schritt für Schritt, wie DropShipping funktioniert und auf was Sie bei der Auswahl von DropShipping-Partnern unbedingt achten sollten.

Gratis anfordern