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DropShipping: Die 10 häufigsten Fehler beim Start

Immer mehr Gründungswillige in Deutschland nutzen DropShipping, um sich den Traum vom eigenen Online-Handel zu erfüllen. Dies ist auch kein Wunder, denn nur mit DropShipping ist es möglich, hunderte Produkten im eigenen Online-Shop oder auch auf eBay zum Verkauf anzubieten, ohne auch nur ein einziges vorab einkaufen zu müssen. Details im DropShipping-Ratgeber.

DropShipping: Die 10 häufigsten Fehler beim Start

 

Damit ein DropShipping-Handel aber auch wirklich erfolgreich gestartet werden kann, gilt es, potentielle Fehlerquellen auszuschließen. Im Folgenden stellen wir Ihnen die zehn häufigsten Fehler vor, die von unerfahrenen DropShipping-Händlern gemacht werden. Wer diese Fehlerquellen beim Aufbau seines eigenen DropShipping-Handels berücksichtigt und konsequent vermeidet, hat gute Aussichten auf ein einträgliches und langfristig florierendes Unternehmen. 

 

1. Markt und Verbraucherinteressen außer Acht gelassen

Ohne einen angemessenen Bedarf am Markt und ein entsprechendes Interesse bei den Verbrauchern lassen sich Produkte nicht verkaufen. Bevor Sie sich für einen konkreten Handelsbereich entscheiden, sollten Sie das Marktpotential genau analysieren. Untersuchen Sie in diesem Zusammenhang nicht nur, ob die jeweiligen Waren stark nachgefragt werden, sondern verschaffen Sie sich einen zutreffenden Eindruck von der Konkurrenz und den gängigen Preisen am Markt. Wenn es Ihnen gelingt, eine aussichtsreiche und bisher nur wenig besetzte Nische zu entdecken, dann erhöhen sich Ihre Chancen für erfolgreiche Verkäufe. Wenn Sie begründete Zweifel am Erfolgspotential von Produkten haben, dann entscheiden Sie sich lieber für einen anderen Produktbereich.

 

2. Es wird zu wenig Zeit in die Auswahl der Lieferanten investiert

Wer sich zu schnell für einen DropShipping-Lieferanten entscheidet, der riskiert dabei, entscheidende Details zu übersehen. Jeder potentielle DropShipping-Anbieter muss vor der Aufnahme einer konkreten Kooperation auf Herz und Nieren geprüft werden. Hierzu ist eine umfassende Recherche erforderlich, die im Idealfall auch mit persönlichen Gesprächen verbunden ist. Eine Möglichkeit, um mit potentiellen Lieferanten in Kontakt zu kommen, sind passende Fachmessen und gewerbliche Ausstellungen. Testen Sie die Leistungsfähigkeit des möglichen Großhändlers ausgiebig. Nehmen Sie einige Testbestellungen vor und überprüfen Sie vor allem die Qualität der Produkte und die Zuverlässigkeit der Lieferung. Befragen Sie bestehende Kunden des jeweiligen Lieferanten über ihre Erfahrungen mit DropShipping bei dem Unternehmen und recherchieren Sie im Internet nach Meinungen und Bewertungen.

 


 

3. Die Konditionen mit Lieferanten werden nicht gut ausgehandelt

Der Gewinn wird beim Einkauf gemacht. Führen Sie sich diesen alten Grundsatz erfolgreicher Kaufleute vor Augen und überprüfen Sie die Einkaufspreise bei Ihren DropShipping-Lieferanten sorgfältig. Falsche Scham bei der Verhandlung der Listenpreise ist hier fehl am Platz. Ihr Gegenüber ist ein erfahrener Händler und wird sich durch eine offene Anfrage nach Sonderrabatten und besseren Preisen nicht angegriffen fühlen. Berücksichtigen Sie aber nicht nur den reinen Produktpreis, sondern vereinbaren Sie auch die Kosten und Gebühren für den Versand und die Abwicklung mit Ihren Lieferanten. Sprechen Sie hierzu auch über Mindestbestellmengen und eventuell anfallende Mindermengenzuschläge. Diese Konditionen müssen in jedem Fall vor dem Beginn der Zusammenarbeit deutlich vereinbart werden, da sie für Ihre künftigen Gewinne sehr ausschlaggebend sind.

 

4. Es wird mit Produkten gehandelt, von denen man nichts versteht

Bei der Auswahl eines Produktbereichs sollten Sie sich nicht ausschließlich von den Marktchancen und den erzielbaren Gewinnspannen leiten lassen. Achten Sie darauf, möglichst einen persönlichen Bezug zu Ihrem künftigen Sortiment zu haben. Bedenken Sie, dass Sie Produkte, mit denen Sie sich gut auskennen, wesentlich besser beschreiben und dokumentieren können. Als Fachfremder würde Sie bereits die Zusammenstellung eines verbrauchergerechten Sortiments vor eine fast unlösbare Aufgabe stellen. Berücksichtigen Sie bei Ihrer Entscheidung für eine bestimmte Produktgruppe, dass Sie regelmäßig Kundenfragen, sowohl vor als auch nach dem Kauf, beantworten müssen. Wenn Sie sich für Produkte entscheiden, die Sie persönlich interessieren, werden Sie die Märkte, die technischen Neuheiten und die Trends ohnehin mitverfolgen und müssen hierfür keine zusätzliche Arbeitszeit investieren.

 


 

5. Die Kosten im DropShipping-Handel werden unterschätzt

Wer sich für ein Unternehmensmodell auf der Basis von DropShipping entscheidet, hat hierbei oft die niedrigen Gründungskosten vor Augen. Auch wenn dieses Geschäftsmodell wesentlich weniger Kapital verlangt als ein vergleichbares Konzept im klassischen Handel, so kommen dennoch verschiedene Kosten auf Sie zu. Diese sollten Sie unbedingt kennen und bei Ihren Planungen sorgfältig berücksichtigen. Denken Sie beispielsweise an die Software und das Design Ihres künftigen Online-Shops und an die Aufwendungen für die Programmierung von Schnittstellen zu den jeweiligen Lieferanten. Berechnen Sie darüber hinaus die Kosten für die Einrichtung Ihres künftigen Arbeitsplatzes, für die Erstellung von Geschäftsdrucksachen und beziehen Sie auch die Ausgaben für Werbung und Marketing ein, die notwendig sind, um Ihren künftigen Shop im Internet bekannt zu machen. Wenngleich Sie beim DropShipping auf ein Lager und auf Mitarbeiter für Lagerhaltung und Versand verzichten können, sollten Sie frühzeitig darüber nachdenken, wer Sie bei der Abwicklung von Kundenanfragen und Supportaufgaben unterstützen kann und was Sie diese Unterstützung kosten wird.

 

6. Es werden keine Regelungen bei Warenrückgabe getroffen

Wenn Sie im Internet Produkte an private Kunden verkaufen, dann sind Sie gesetzlich dazu verpflichtet, dem Käufer ein 14-tägiges Rückgaberecht einzuräumen. Bedenken Sie unbedingt, dass dieses Recht nicht zwischen Ihnen und Ihrem DropShipping-Lieferanten gilt. Das liegt daran, dass hier zwischen Kaufleuten gehandelt wird und dass in diesem Umfeld die Regeln des privaten Verbraucherschutzes nicht gelten. Unter Umständen ist es möglich, mit dem DropShipping-Lieferanten ein außerordentliches Rückgaberecht zu vereinbaren. Ist Ihr Lieferant hierzu nicht bereit, dann sollten Sie einplanen, Retourewaren bei eBay zu verkaufen. Bedenken Sie, dass Sie mit solchen Rückläufern in der Regel nicht den ursprünglich geplanten Verkaufspreis erzielen werden. Klären Sie mit Ihren DropShipping Lieferanten auch unbedingt, wie in Gewährleistungs- und Garantiefällen zu verfahren ist. Vereinbaren Sie in jedem Fall, an wen der Kunde ein defektes Produkt während der Garantiezeit zurück senden kann und auf welche Weise er Ersatz erhält.

 


 

7. Die Kommunikation mit dem Lieferanten ist mangelhaft

Um sich von der Leistungsfähigkeit eines DropShipping-Lieferanten Ihrer engeren Wahl zu überzeugen, sollten Sie sich persönlich und vor Ort ein genaues Bild von dem Unternehmen des künftigen Partners machen. Wenngleich heute ein Großteil der kaufmännischen Kommunikation über Telefon oder E-Mail abgewickelt wird, ist der persönliche Kontakt, vor allem zu Beginn der Zusammenarbeit, durch nichts zu ersetzen. Im direkten Dialog haben Sie bessere Möglichkeiten, die konkreten Preise und Konditionen zu verhandeln. In den Firmenräumen Ihres potentiellen Lieferanten können Sie sich ein umfassendes Bild über die Seriosität und Leistungsfähigkeit des Unternehmens verschaffen. Prüfen Sie, ob sich die angebotenen Produkte tatsächlich im Lager befinden und lassen Sie sich die Abwicklungsstrukturen und Prozesse im Unternehmen erklären. Achten Sie hierbei insbesondere darauf, wie schnell eingehende Bestellungen bearbeitet und bestellte Waren versendet werden.

 

8. Der Arbeitsaufwand wird zu gering eingeschätzt

Der Online-Handel per Drop Shipping ist mit wesentlich weniger Abwicklungsaufwand verbunden als der klassische Versandhandel. Ganz ohne Planung und Struktur kommt allerdings auch die moderne Form des Online-Handels nicht aus. Planen Sie von daher unbedingt unverzichtbare Arbeitsschritte und einen erhöhten Zeitbedarf mit ein. Auf der einen Seite sollten Sie den Aufwand, der mit der sorgfältigen Pflege von Kaufinteressenten und Kunden verbunden ist, nicht unterschätzen. Auf der anderen Seite kann auch die Geschäftsbeziehung zu Ihren Drop Shipping-Lieferanten einen höheren Arbeitsaufwand mit sich bringen, wenn z.B. Warenbestände nicht per Datenschnittstelle aktualisiert, sondern per Hand übertragen werden müssen.

 


 

9. Die Lieferfähigkeit der Waren wird nicht optimal geprüft

Als Drop-Shipping Online-Händler obliegt es Ihnen, sich von der Lieferfähigkeit der von Ihnen angebotenen Produkte zu überzeugen. Ist ein Produkt nicht oder nur verspätet verfügbar, so fällt das auf Ihre Reputation als Internet-Händler zurück. Beim Handel mit Drop-Shipping Produkten auf eBay sind Sie als Anbieter sogar durch die Richtlinien für Verkäufer verpflichtet, sich davon zu überzeugen, dass die Produkte unmittelbar nach dem Verkauf zum Versand gebracht werden können. Die Folgen von verzögert verfügbaren Produkten können Sie auch wirtschaftlich treffen. Bestellt ein Kunde zum Beispiel zwei Produkte, von denen eines nicht planmäßig verfügbar ist, so fallen in der Regel die doppelten Versandkosten auf Sie zurück.

 

10. Es werden Waren mit hohen Rücksendequoten gewählt

Rücksendungen von Produkten gehören zum Arbeitsalltag jedes Online-Händlers. Sowohl das Gesetz als auch die allgemeinen Regeln für Kundenfreundlichkeit setzen ein bedingungsloses Rückgaberecht von mindestens 14 Tagen voraus. Retournierte Ware kann in vielen Fällen nicht mehr regulär verkauft werden, sondern muss stattdessen, meist zu einem niedrigeren Preis, anderweitig veräußert werden. Die hieraus entstehenden Verluste hat der Online-Händler selber zu tragen. Vor diesem Hintergrund sollten die ins Auge gefassten Produktbereiche auch in Bezug darauf überprüft werden, mit welcher Rücksendequote gerechnet werden muss. Der Markt kennt verschiedene Produktkategorien, die besonders anfällig für Rücksendungen sind und somit für den DropShipping-Handel als ungeeignet eingestuft werden können. Ein Beispiel hierfür ist der Bereich Bekleidung. Hier erreichen die Rücksendequoten teils bis zu 40 Prozent.

 

Über den Autor Sebastian Huke

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